Gibts ein Mindestalter oder -gewicht zum Kitesurfen lernen?
Gegenfrage: Darf ich mit 31 nicht mehr Bobbycar fahren?
Soll heissen, wenn man gross genug ist, einen Kite zu beherrschen und sein Board zu tragen,
warum sollte man dann nicht aufs Wasser?! Mario und co. zeigen, dass man mit 13 Jahren schon richtig
Gas auf dem Wasser geben kann.
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1999 mussten wir uns Kitesurfen natürlich selbst beibringen, es gab ja niemanden, der es konnte.
Aber da waren die Strände leer und das Material war noch nicht sehr Leistungsstark.
Trotzdem kann jeder von vielen Schwimmübungen und einigen Slams berichten.
Wer es gar nicht lassen kann und selbst an das Kitesurfen herangehen möchte, der achte bitte unbedingt
auf viel viel Platz und Abstand zu anderen Wassersportlern, Hindernissen und Passanten.
Ausserdem sollte man sich vorher eingehend über Gefahren, Wind, Wetter usw. informieren.
Wer noch nie einen Kite in der Hand hatte, sollte einen solchen erstmalig nicht bei Wind von mehr als 4 Bft. starten!
Zu Anfang sollte man sich lange und ausgiebig mit dem Drachen beschäftigen. Das fängt mit
Aufbau und Handling an und führt dann natürlich zum Wichtigsten, dem Steuern und Beherrschen
des Kites. Ideal ist dafür zum Anfang ein Übungskite, z.B. ein NasaWing o.ä. Er sollte auf
jeden Fall genug Zug entwickeln, damit man dafür auch schon ein wenig Gefühl bekommt und
sollte aber nicht so empfindlich sein, dass er nach dem ersten Absturz im Ar... ist.
Kann man sicher mit dem Kite umgehen, geht es damit aufs Wasser (ohne Board!) und man
lässt sich vom Kite durchs Wasser ziehen. Ist man auch damit zufrieden, gehts mit dem Board
aufs Wasser und man übt Wasserstart. Wenn man den beherrscht, kommt das Fahren fast von
selbst ;-) Ein guter Tip ist das Üben zu zweit. Dabei kann man sich beim Starten, Landen,
Wasserstart und Höhelaufen (am Strand ;-) helfen und spart sich einiges an Stress.
Um vorab ein wenig Board-Gefühl zu bekommen, kann man vorher eine Wasserski-Bahn besuchen
und dort mit einem Wakeboard oder Kiteboard rumdüsen. Ist ziemlich einfach und man bekommt
wie gesagt ein Gefühl fürs Board und die Fussteuerung. Zum Kitesurfen Lernen ist ein
Wakeboard übrigens nicht (!) geeignet (siehe auch nachfolgenden Punkt).
Das Wichtigste ist es, den Kite nicht zu unterschätzen. Es ist wirklich schwer vorstellbar
welche Kräfte so ein Ding erzeugen kann. Und es gibt genug wilde Storys die passiert sind.
Also langsam rantasten und vorsichtig sein. Das gilt auch für die Lagerung des Kites an Land.
Immer mit Sandsack sichern, damit er nicht ungewollt wegfliegt.
Die paar Kilometer, die man am Anfang höhelaufend am Strand zu Fuss geht, sind normal ;-)
Die Kitesurf-Lern-DVD
"Boost II" zeigt eine Einführung und
Übersicht in das Kitesurfen. Dort wird der Umgang mit dem Material beschrieben, die ersten Schritte im Wasser bis hin
zu Manövern und radikalen Sprüngen. Ein sehr gutes Video, leider nur auf Englisch (man kommt aber auch ohne grosse
Englischkenntnisse ganz gut damit klar).
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Das grösste Problem ist wohl erstmal der Kite, also Drachen.
Dieser sollte vor allem die Punkte
Tja, welche Kites können das? Hier wäre jetzt eigentlich der Shop eures Vertrauens gefragt,
euch eine fundierte Beratung zu geben. Das Angebot wird immer grösser und besser.
Zu empfehlen ist ein gut funkionierender Intermediate-Kite.
Zum Thema Boards:
Zum Einstieg sollte man eigentlich kein zu kleines Board wählen. Mit einer Länge um
ca. 190 cm liegt man ganz gut. Ob Directional (Board wie ein Windsurfboard mit einer
Fahrtrichtung) oder TwinTip (symmetrisches Board, kann daher vorwärts und rückwärts fahren)
ist nicht soo entscheidend. Hauptsache man wählt zu Beginn kein Wakeboard mit festen
Bindungen. (Jemand der vom Wakeboard-Fahren kommt, wird wohl auch mit einem Wakeboard
zu Beginn schon klarkommen.)
Ein umgebautes Windsurf-Board ist nicht so zu empfehlen, da es viel zu gross ist. Auf jeden
Fall müsste man dann die Schlaufen nach vorne umbauen. Dann sollte man schon eher einen
Wellenreiter nehmen, auf den man Schlaufen montiert. Das ist aber auch nicht ideal, da ein
Wellenreiter normalerweise viel zu viel Kurve in der Outline und im Unterwasserschiff hat und
seine Kanten viel zu rund sind.
Damit wären wir schon beim Thema, wie denn ein Kitesurfboard überhaupt aussieht. Am Beispiel
eines Directionals im Vergleich zu einem Windsurfer kann man sagen, dass die Outline
relativ gestreckt ist, der Rocker (Aufbiegung im Unterwasserschiff) geringer ist und die
Kanten wesentlich dünner und schärfer sind. Es tendiert eher Richtung Wakeboard.
Ein wichtiger Punkt bei einem Schaden des Boards ist sein Innenleben. Prinzipiell gibts
den Styropor-Kern (meist Sandwich-Boards) und den PU-Kern (Clarkfoam) oder Styrofoam.
Ein Styropor-Kern zieht Wasser, hat das Board also einen Schaden muss
man vom Wasser und reparieren. Ein Clarkfoam oder Styrofoam zieht so gut wie kein Wasser
und man kann damit weiterfahren bzw. mit Notreparatur überbrücken
(was z.B. bei einem Urlaub sehr von Vorteil ist!).
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Gebrauchten Stuff findet man z.B. in der Surf-Kleinanzeigen:
www.oase.com/anzeigen/
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Heute würde man eher sagen: Ein 80kg Mensch mit z.B. einem 16er North Rhino oder 9er Flysurfer Warrior und
160er Mittelwind-Twintip kann bei ca. 4,5 Bft (7 m/s) vernünftig fahren. Alles Pi-mal-Daumen Werte.
Von der Erfahrung her ergänzt sich Kitesurfen perfekt mit Windsurfen. In Bedingungen
mit weniger Wind oder schlechten Bedingungen, wo man mit Windsurfen nicht so viel
Spass hat, kann man mit Kitesurfen schon richtig abgehen und Spass haben. Einen
perfekten Tag mit Wellen und SideOffshore-Wind kann Kitesurfen natürlich nicht
ersetzen ;-) Man wird als Windsurfer für sich selbst bemerken, dass man wesentlich
häufiger aufs Wasser kommt und Spass hat.
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Bücher gibt es mittlerweile einige. Am einfachsten sucht man mal bei Amazon nach den Stichworten "Kitesurfen", "Kitesurfing" und "Kiteboarding".
Umfassende Spotguides zu den Spotguides in Europa und der ganzen Welt gibt es von Stoked-Publications.
THE KITE AND WINDSURFING GUIDE EUROPE (Deutsche Ausgabe: 416 Seiten, 15 Länder, über 1.600 Spots, 1.000 Bilder) und THE WORLD KITE AND WINDSURFING GUIDE (Deutsche Ausgabe: 320 Seiten, 9 Kontinetalkapitel, über 1.200 Spots, 700 Bilder)
- www.stoked-publications.de
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Dabei möchten wir euch auch ins Kitesurf-Forum
einladen, wo man zahlreiche Leute trifft und Meinungen austauschen kann.
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Alle Gradzahlen logischerweise vom Zenit aus gesehen, also Blick senkrecht nach oben.
Urgs, hat irgendjemand was verstanden? ;-)
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ENDE Schluss Aus Vorbei - Ab aufs Wasser!
2. Wie kann man Kitesurfen am besten selbst lernen?
Um es noch einmal deutlich zu sagen: Kitesurfen sollte man in einer Kitesurfschule lernen!
Kleine Fehler können grosse Wirkung haben.
3. Welches Material ist zum Anfang geeignet?
Gute Frage, nächste Frage ;-)
erfüllen.
Gutes Handling heisst z.B. dass der Kite einigermassen gutmütig fliegen sollte und
eingermassen stabil am Himmel stehen sollte.
Optimale Safety-Funktion bezieht sich auf das Sicherheitssystem des Kites. Viele Kites
werden mit einer Hand- oder Trapez-Leash gefahren, so dass der Kite beim Loslassen der
Lenkstange (weitgehend) ohne Druck zu Boden geht und danach wieder gestartet werden kann.
Das ist logischerweise gerade für einen Anfänger wichtig.
Was man jetzt gerade neu auf der Boot 2002 gesehen hat sind Lenkstangen, wo die Enden der
Stange mit einem dicken Gummi überzogen sind und damit sehr weich sind. Eine sehr sehr
gute Weiterentwicklung an der sich alle Hersteller ne Scheibe abschneiden sollten ;-)
Gute Wasserstartfähigkeit bezieht sich auf das Starten des Kites aus dem Wasser. Dabei
muss der Kite so konstruiert sein, dass er durch einen Luftkörper am Untergehen gehindert
wird und dass er einigermassen sicher und kontrolliert wieder aus dem Wasser zu starten ist.
Ob Matten-Kite (z.B. Advance, Flysurfer.de) oder Tube-Kite (z.B. Wipika, Naish) muss jeder für sich selbst
entscheiden. Meistens sind die Fahrer so auf ihr System eingeschworen, dass man keine
sinnvollen Entscheidungshilfen bekommt. 10 Fragen an 10 Leute gibt wahrscheinlich 10
verschiedene Antworten. Funktionieren tut momentan beides sehr gut.
4. Wo bekommt man Material zum Kitesurfen?
Im gut sortierten Kitesurfshop Deines Vertrauens. Das wird im Normalfall ein Windsurfshop
oder Drachenladen sein. Im Internet finden sich natürlich auch einige Anbieter. Man schaue
z.B. mal in der Linksammlung von
www.oase.com
5. Welche Spots sind geeignet?
Eigentlich alle Spots am Wasser mit wenig Leuten und sehr viel Platz. Es ist deutlich
von Vorteil, wenn der Strand breiter ist, damit man den Drachen am Windfenster starten
und landen kann. Vor allem beim Landen ist das oft wichtig. Sehr hilfreich für Start
und Landung ist es, wenn man zu zweit ist.
Grundsätzlich sollte man sich als Kitesurfer auf jeden Fall von anderen Wassersportlern
fernhalten, vor allem von Windsurfern. Wenn man unbedingt an einem Spot mit Windsurfern
rausgehen möchte, dann auf jeden Fall in Lee rausgehen, damit man bei Problemen nicht durch
die Surfermassen treibt (alles schon oft genug gesehen und genau solche Sachen sind es,
die Kitesurfen in Verruf bringen).
6. Sicherheitstips
7. Ab welcher Windstärke kann man vernünftig Kitesurfen?
Vernünftig fahren kann man ab ca. 3,5 Bft (5 m/s oder 9 Knoten). Dann fängt es mit mittelgrossen Drachen
und nicht zu kleinem Board an Spass zu machen. Im unteren Windbereich von oberen 2 Bft bis mittleren 3 Bft
(5-9 Knoten) wird man nur was mit speziellen und grossen Kites. Leider kann man bei so wenig Wind immer
schwerer Höhefahren, so dass der Spass gemindert wird. Ebenso sind grosse Kites träger, was den Fahrspass auch
nicht gerade erhöht ;-) Höhe dümpeln wie beim Windsurfen ist bis jetzt leider nicht drin.
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Stand 2001:
Ein 80kg Mensch mit z.B. einem 8,5er Classic Wipika und 210er Board kann
bei ca. 4,5 Bft (7 m/s) vernünftig fahren. Alles Pi-mal-Daumen Werte.
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Zum Vergleich habe ich obiges mal stehen lassen. Heute, 2003, ist die Entwicklung deutlich weiter und
man fährt 16er Schirme schon fast als Standard. Auch Boards sind heute eher Twintips um 160 rum.
8. Gibt es Literatur zum Thema Kitesurfen?
Es gibt momentan drei bis vier deutschsprachige Kitesurf-Magazine.
Einmal die kiteboarding, das kite magazin,
die Kitelife und das free-magazin.de.
In den Magazinen findet man natürlich auch viele Infos, Tipps, Fahrtechnik usw.
9. Wo finde ich gebrauchtes Kitesurf-Material?
Bei uns in den Surf-Kleinanzeigen findet man eigentlich immer viele Angebote und Gesuche
zum Thema Kitesurfen. www.oase.com/anzeigen/
10. Wo gibt es Kitesurf-Videos?
Kitesurf-Videos gibts mittlerweile recht viele. Man schaue mal unter
www.surfvideos.de/videoshop/
Sehr gute Kitevideos sind Breaking Wind, Strung Out, Primetime, Awake usw.
Die Kitesurf-Lern-DVD
"Boost II" zeigt eine Einführung und
Übersicht in das Kitesurfen. Dort wird der Umgang mit dem Material beschrieben, die ersten Schritte im Wasser bis hin
zu Manövern und radikalen Sprüngen. Ein sehr gutes Video, leider nur auf Englisch (man kommt aber auch ohne grosse
Englischkenntnisse ganz gut damit klar).
Hier findet man noch paar Videos vorgestellt.
11. Wie sieht es mit Kitesurf-Reisen aus?
Mittlerweile sind auch schon mehrere Anbieter auf den Zug aufgesprungen und bieten
teils spezielle Pakete an. Muss man sich momentan leider noch selbst raussuchen. Man
sollte auch bei normalen Windsurfreiseanbietern anfragen, die bieten sowas häufig mit an.
12. Wo finde ich weitere Infos / Personen zum Thema Kitesurfen?
Weitere Infos findet man ohne Ende im Internet. Als Ausgangspunkt bietet sich z.B. unser
oase.com an,
wo man in der Linksammlung zahlreiche Einträge findet.
13. Wie lerne ich als Fortgeschrittener das Springen?
Hmm, ein verbaler Versuch: Beim normalen Fahren pendelt der Kite um die 40° Stellung in
Fahrtrichtung. Zum Sprung wird der Kite in Gegenfahrtrichtung ca. 10-20° über den Zenit
nach "hinten" gesteuert. Dadurch wird man ausgehebelt und hebt mit dem Board ab (kann
man sich ganz gut als Pendel vorstellen). Während des Fluges lenkt man den Drachen erst
zurück in den Zenit (dort über einem entwickelt er Auftrieb und bringt Gleitzeit) und
dann zur Landung wieder in Richtung ursprünglicher Fahrtrichtung, damit die Strömung nicht
abreisst. Lässt man den Kite hinten stehen, so passiert oft genau das, dass die Strömung
abreisst und der Kite runterkommt. Das ist eigentlich das Hauptproblem zum Anfang. Später
kann man den Absprung dann noch so optimieren, dass man zum Absprung Spannung aufbaut
indem man die Kante verstärkt einsetzt und sich mit dem Körper Richtung Wasser fallen lässt.
Aus dieser Position lässt man sich dann beim Absprung aktiv rauskatapultieren ...
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